Sie sind hier: >>> Kälte Therapie >>> Der kalte Gelenkwickel
Der kalte Gelenkwickel
Der kalte Gelenkwickel
Bei entzündlichen Krankheiten sollten kalte Gelenkwickel zum Einsatz kommen. Typische Anwendungsbeispiele sind Entzündungen der Schulter-, Fuß- und Kniegelenke, sowie der Ellenbogengelenke. Allerdings hilft es bei Entzündungen der Fußgelenke eher, nasse Strümpfe anzuziehen. Die kalten Gelenkwickel entziehen den entzündeten Körperpartien Wärme, nach wenigen Minuten erfolgt eine verstärkte Wärmebildung seitens des Körpers als Abwehrreaktion. Durch diese Wärmebildung werden die Schmerzen gelindert. Außerdem können die Heilungskräfte des Körpers angeregt werden und die Wickel wirken beruhigend und entspannend.
Niemals darf eine Kaltanwendung auf kalter Haut durchgeführt werden. Ebenfalls sollte bei Harnwegsinfektionen, bei Erkältungen und starkem Kälteempfinden auf die kalten Gelenkwickel verzichtet werden. Die hierfür benötigten Tücher sollten der Größe der jeweiligen Gelenke angepasst werden. Insgesamt werden drei Tücher benötigt, die als Kneipp-Wickeltücher in der Apotheke erhältlich sind. Wichtig ist, dass das Außentuch aus Wolle, das Innentuch aus Leinen und das Zwischentuch aus Baumwolle besteht.
Das Innentuch wird für die kalten Gelenkwickel mit kaltem Wasser getränkt und direkt auf das Gelenk gelegt. Danach folgen das Zwischen- und das Außentuch. Die Gelenke dürfen dabei nicht eingeschnürt werden, es darf nicht zu Durchblutungsstörungen kommen. Deshalb sollte nie zu fest gewickelt werden. Die Gelenkwickel können wahlweise mehrfach hintereinander wiederholt oder genauso über Stunden auf den betroffenen Stellen belassen werden. Auch wirken sie sich auf die umgebenden Körperregionen aus, so dass mit dem Schulterwickel ebenfalls Probleme im Nackenmuskelbereich bekämpft werden können.