Eine der intensivsten Anwendungen bei Rheuma-Schmerzen, bei anderen Schmerzen in Gelenken, Wirbelsäule und Muskeln, ist der Heublumensack, der bereits von Pfarrer Kneipp genutzt wurde. Vorrangig können Verspannungen, die nicht entzündlich sind, gelöst werden. Ebenfalls erfolgt die Anwendung bei Verschleißerscheinungen, die an Wirbelsäule oder Gelenken auftreten, sowie bei degenerativen Erkrankungen. Sehr gute Wirkungen werden im Wirbelsäulenbereich, im Bereich der Hüften und Kniegelenke erzielt.
Der Heublumensack kann fertig in der Apotheke gekauft werden oder er wird selbst hergestellt. Hierfür benötigt man getrocknetes Wiesenheu, bei dem sich verschiedene Samen und Blüten im unteren Bereich sammeln und einen groben Leinensack. Die Heublumen werden in den Sack gefüllt und selbiger wird zugeschnürt. Anschließend kann er mit kochendem Wasser übergossen werden, in dem er noch für etwa fünf bis zehn Minuten ziehen sollte. Der mittlerweile durchtränkte Sack wird dann ausgepresst und auf ein Laken gelegt. Die Mindesttemperatur des Heublumensacks beträgt 40 Grad Celsius, bei Bedarf kann ein Schmerzempfindlichkeitstest an den Unterarmen durchgeführt werden. Anschließend wird der Heublumensack auf die schmerzenden Stellen gelegt, die behandelte Person befindet sich hierfür am besten im Bett. Für eine bis eineinhalb Stunden sollten die feuchte Wärme und die ätherischen Öle einwirken können. Dabei kommt es oft zu vermehrtem Schwitzen, was jedoch der Entschlackung des Körpers zugute kommt.
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